Begleitgruppe zum Prozess der Ziel- und Leistungsvereinbarungen

Am 8. Mai fand das erste Treffen der Begleitgruppe zum Prozess der Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit Herrn Ministerialdirektor Daniel Hager-Mann statt.

Manuel Metzmaier vertrat als Landesvorsitzender in diesem Gesprächsformat, zu dem Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums, der Regierungspräsidien, der Schulämter, der Gewerkschaften und Fachverbände eingeladen waren, die Sicht der Sonderpädagogik.

Neben dem Austausch über Chancen zu einer strukturierten und qualitativ hochwertigen Weiterentwicklung der Schulen, gab es aber auch Raum für Veränderungs- und Verbesserungsvorschläge.

Im Verlauf des Gespräches konnte Manuel Metzmaier  zwei Optimierungsvorschläge  einbringen. Zum einen verwies er darauf, dass die Fortbildungsreihen anfangs sehr auf die Regelschulen zugeschnitten waren. Inzwischen gibt es auch Fortbildungsreihen für die SBBZ, diese sollten aber noch einmal beworben werden. Darüber hinaus brachte er in das Gespräch ein, dass die Ziele, die mit den Vereinbarungen erreicht werden sollen, in der Sonderpädagogik schwer bzw. nicht darstellbar sind. 

Für das Jahr 2025 ist ein erneutes Treffen der Begleitgruppe geplant.

Manuel Metzmaier

Verabschiedung Frau Hielscher-Füeß als Referentin Frühförderung

Da im Rahmen der Vertreterversammlung eine Verabschiedung nicht möglich war, wurde Frau RSD Nadine Hielscher-Füeß am 13.05.2024 im RP Karlsruhe aus Ihrer Funktion als Referentin Frühförderung des vds-bw durch Stefan Martens verabschiedet.

Nadine Hielscher-Füeß brachte seit 2019 ihre hohe fachliche Expertise in die Referatsarbeit und in den Gesamtvorstand ein. Ihre fachliche Kompetenz aus dem Bereich sonderpädagogische Frühförderung und frühkindliche Bildung im Zusammenwirken mit ihrem überzeugenden Auftreten unterstützten nachhaltig unsere Verbandsarbeit. Hier hob Stefan Martens exemplarisch ihre Mitwirkung beim Fachtag Taubblind/Hörsehbehinderung, bei der äußerst erfolgreichen Ausgabe der Pädagogischen Impulse zum Thema sonderpädagogische Frühförderung sowie beim gut besuchten vds-Afterwork zu diesem Themenkreis heraus.

Vertreterversammlung 2024

  • Die Delegierten

 Die Vertreterversammlung des Verbands Sonderpädagogik Baden-Württemberg fand vom 03. Mai bis zum 04. Mai 2024 in der Tagungsstätte des KVJS in Herrenberg-Gültstein statt. Das diesjährige Motto lautete „Sonderpädagogik – innovativ, fundiert, kreativ!“. Auch in diesem Jahr wurden wichtige Themen im Bereich der Sonderpädagogik diskutiert und behandelt.

Freitag, 03. Mai 2024

Die Veranstaltung begann mit einer Sitzung des Gesamtvorstands, gefolgt von der offiziellen Eröffnung der Vertreterversammlung am Nachmittag.

Die Eingangsrede zur Eröffnung der Festveranstaltung hielt Frau Dr. Michaela Schmid, die Landesvorsitzenden des Verbandes. Im Anschluss gab es Impuls- und Grußworte von Herrn Hubert Haaga, Ministerialrat des Kultusministeriums, Herrn Dr. Günter Klein, Direktor des IBBW, und Herrn Michael Kilper, Abteilungsleiter der Abteilung 3 des ZSL.

Anschließend fand ein Podiumsgespräch mit Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Förderschwerpunkten statt, moderiert von Manuel Metzmaier, dem Zweiten Landesvorsitzenden. Hier diskutierten fünf Kolleginnen aus Baden-Württemberg die aktuelle Situation an den sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren. Wichtige Punkte, die bei allen Kolleginnen auf dem Podium zur Sprache kamen, waren die fehlenden Ressourcen, die Verbindlichkeit der Zusammenarbeit im inklusiven Setting sowie multiprofessionelle Teams. Die Veranstaltung endete mit einer Verabschiedung und einem Ausblick, präsentiert von Frau Dr. Schmid und Herrn Metzmaier.

Nach einer kurzen Kaffeepause, die zum persönlichen Austausch einlud, folgte die erste Arbeitsphase der Vertreterversammlung.

Begonnen wurden mit der Totenehrung. Es folgten organisatorische und vereinsrechtliche Punkte, wie die Mandatsprüfung, der Bericht des Gesamtvorstands und die Entlastung des Vorstands. Nach diesen eher sachlichen Tagesordnungspunkten folgten zum Teil emotionale Verabschiedungen. So wurde nach sieben Jahren im Amt die Landesvorsitzende Frau Dr. Michaela Schmid verabschiedet, die sich nicht zur Wiederwahl stellte. Darüber hinaus verabschiedeten wir Kerstin Fißler (Referat Geistige Entwicklung), Susanne Eichkorn (Referat Aus-, Fort- und Weiterbildung), Nadja Hennes (Referat Lernen), Timur Erdem (Referat Berufliche Bildung), Melina Schäfer (Referat Sehen) und Nadine Hielscher-Füeß (Referat Frühförderung).

Mit den Wahlen konnten wir in unserem Gesamtvorstand jedoch neue Mitglieder begrüßen, über die wir uns sehr freuen. Ab sofort unterstützen uns für das Referat Lernen Elke Rohr, für das Referat Berufliche Bildung Julia Meixner, für das Referat Geistige Entwicklung Timur Erdem, für das Referat Aus-, Fort- und Weiterbildung Dr. Michaela Schmid und für das Referat Sehen Rene Okunik. Albrecht Gall (Referat Körperliche – Motorische Entwicklung), Gerrit Mazarin (Referat Schüler in längerer Krankenhausbehandlung) und Daniela Kretschmer (Referat Hören) freuten sich über ihre erneute Wahl in ihren Referaten. Ein Höhepunkt der Vertreterversammlung 2024 war die Wahl des neuen Landesvorsitzenden Manuel Metzmaier und seiner Stellvertretung Timur Erdem. Wir freuen uns sehr über die Bereitschaft und die kommende Zusammenarbeit.

Am Abend fand ein gemeinsames Abendessen statt, gefolgt von der Behandlung weiterer Anträge und einem gemütlichen Beisammensein am Abend.

Samstag, 04. Mai 2024

Am Samstag setzte sich die inhaltliche Arbeit der Vertreterversammlung mit der Bearbeitung zahlreicher Anträge fort. Die Veranstaltung endete mit einem Ausblick auf die Vertreterversammlung 2026, präsentiert von Herrn Metzmaier.

Die Vertreterversammlung war geprägt von konstruktiven Diskussionen und bot eine wichtige Plattform für den Austausch und die Weiterentwicklung im Bereich der Sonderpädagogik. Wir bedanken uns bei allen Delegierten und Gastdelegierten für zwei gemeinsame Tage und freuen uns auf die Arbeit im neuen Gesamtvorstand.

Treffen mit dem ZSL

Am Mittwoch, den 17. April, hat sich der Verband Sonderpädagogik Baden -Württemberg, vertreten durch Manuel Metzmaier, Markus Bichler, Albrecht Gall, Stefan Martens und Annika Klug mit dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) zum online Austausch getroffen. Das ZSL wurde durch seinen Präsidenten, Prof. Thomas Riecke – Baulecke, Michael Kilper, den Leiter der Abteilung 3 und Steffen Heckele, den Leiter des Referates 34, vertreten.

Herr Heckele gab zu Beginn einen Ausblick über bevorstehende Ausbildungsreihen im Referat 34. Dazu gehören ein DGS–Kurs, eine Fortbildungsreihe im Bereich Autismus – Spektrum – Störung sowie eine landesweite Fortbildungskonzeption Inklusion.

Herr Prof. Riecke – Baulecke stellte sehr umfassend seine Sicht zum Thema „5 Jahre ZSL: Rückblick und Ausblick“ dar. Dabei wurden sowohl viele positive Entwicklungen hervorgehoben als auch selbstkritisch reflektiert.

Des Weiteren wurden Themen wie Ziel – und Leistungsvereinbarungen in der Sonderpädagogik, der Direkteinstieg und die damit einhergehenden Herausforderungen, aber auch ein mögliches Berufsbild des Fortbildners thematisiert und diskutiert. Der gemeinsame Termin bot uns wieder die Gelegenheit, in den direkten Austausch zu gehen und die Themen der Sonderpädagogik einbringen.

Fachtag „Diversität im Lernen und Verhalten“
Anforderungen, Konzepte, Interventionen

Bereits im März fand, organisiert durch den Verband Sonderpädagogik (VdS), an der Heinrich-Brügger-Schule in Wangen eine spannende Tagung statt, die auf großes Interesse von Sonderpädagoginnen und –pädagogen aus ganz Baden-Württemberg stieß. In Kooperation mit den Waldburg-Zeil Kliniken und dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) wurden in den Räumlichkeiten der Heinrich-Brügger-Schule neun Workshops zu einem hochaktuellen Thema abgehalten: Diversität im Lernen und Verhalten.

Die Veranstaltung zielte darauf ab, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte sowie Interessierte für die Bedeutung von Diversität im Bildungskontext zu sensibilisieren und sie mit praxisnahen Ansätzen und Werkzeugen auszustatten. Die verschiedenen Workshops boten den Teilnehmenden die Möglichkeit, Interessantes über Vielfalt und Diversität im Alltag zu erfahren und durch neue Konzepte und Interventionen für einen professionellen Umgang mit dem Thema Verschiedenheit bei Lernenden auszustatten.

Der Fachtag wurde mit dem Hauptvortrag von Prof. Dr. Roland Stein von der Universität Würzburg eröffnete. Er gab wichtige Impulse für den gemeinsamen Tag, bevor die ersten Workshops starteten, in welchen erfahrene Referenten ihr Fachwissen und ihre praktischen Erfahrungen teilten, um den Teilnehmern wertvolle Einblicke und Anregungen zu geben. Nach einem gemeinsamen Mittagessen und Zeit zum Austausch erhielten die Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen einen vertieften Einblick von Dr. Nora Volmer-Berthele, der Chefärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Fachkliniken Wangen, die die Relevanz medizinischer Perspektiven im pädagogischen Alltag darstellte.

„Die vielfältigen Perspektiven und Ansätze haben mir neue Impulse für meine pädagogische Arbeit gegeben“, kommentierte eine der Teilnehmerinnen.

Mit einer positiven Resonanz und zahlreichen Anregungen endete die Veranstaltung am späten Nachmittag. Wir bedanken uns bei allen Referenten, Kooperationspartnern sowie den Teilnehmenden für den schönen und informativen Tag.

Der vds beim Parlamentarischen Abend

Am 11.10.2023 nahm der vds, vertreten durch Manuel Metzmaier und Stefan Martens, zusammen mit den anderen sonderpädagogischen Fachverbänden am Parlamentarischen Abend teil. Gastgeber war wieder die Nikolauspflege in Stuttgart.

Gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten diskutierten wir Themen, die die Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen in den verschiedenen Förderschwerpunkten beschäftigen. Es war interessant zu hören, welche Standpunkte die verschiedenen Parteien zu den Themen Bundesteilhabegesetz, Direkteinstieg, Rechtsanspruch auf Ganztagsschule im Primarbereich, Organisationserlass im Förderschwerpunkt Lernen und für die privaten Schulen einnehmen. Über allen Punkten der Tagesordnung schwebte aber das Überthema „Fachkräftemangel in der Sonderpädagogik“, das von Seiten des vds und den anderen Verbände immer wieder zur Sprache gebracht wurde.

Der gemeinsame Termin, der jährlich stattfindet, bot uns wieder die Gelegenheit in den direkten Austausch mit den zuständigen Fachpolitikern einzutreten. 

Die Parteien waren mit diesen Fachpolitikern vertreten:

Norbert Knopf und Thomas Poreski (Grüne)

Dorothea Kliche-Behnke, Katrin Steinhülb-Joos (SPD)     

Carola Wolle (AFD)

Nikolai Reith (FDP)

vds–afterwork | Online-Reihe

vds–afterwork steht für die Online-Reihe des Verbands Sonderpädagogik Baden-Württemberg.

Unser Ziel ist es, Sie als Teilnehmende fachlich fundiert und zeitlich kompakt mit aktuellen Themen der Sonderpädagogik vertraut zu machen und in den Austausch zu kommen. In den Veranstaltungen möchten wir Expertinnen und Experten über wichtige Themen der Sonderpädagogik zu Wort kommen lassen und uns mit Ihnen, die Sie die Sonderpädagogik jeden Tag in Ihrer Institution leben, über aktuelle Fragestellungen austauschen. 

Aus der Sonderpädagogik – für die Sonderpädagogik, so unser Motto.

Der Zugang zu den einzelnen Online-Veranstaltungen ist unkompliziert. Auf dem angehängten Info-Flyer finden Sie einen QR-Code, der Sie zur Videokonferenz führt. Sie können sich auch direkt über den Link auf der jeweiligen Einladung einwählen.  

Schulkindergarten im Feld der frühkindlichen Bildung

Der vierte vds after-work wird sich mit der frühkindlichen Bildung im Feld der Sonderpädagogik beschäftigen und lädt Sie zu der Online-Veranstaltung ein. Der Referent Christoph Ebinger ist als Leiter des pädagogischen Bereichs der überregionalen Arbeitsstelle Frühförderung BW ein ausgewiesener Experte in diesem Arbeitsfeld.

Schauen Sie vorbei und klicken Sie sich rein! Der vds Landesverband Baden-Württemberg begrüßt Sie sehr herzlich zu unserer Online- Reihe.

Der vds bei der Vorstellung des 5. Bildungsberichtes

Am ersten unterrichtsfreien Tag stellten das Institut für Bildungsanalysen (IBBW) und das Statistische Landesamt Baden-Württemberg in den Räumen des IBBW gemeinsam den 5. Bildungsbericht „Bildung in Baden-Württemberg 2022“ vor. Nach einem Grußwort von Frau Ministerin Theresa Schopper erläuterten Mitarbeiter des IBBW die acht wesentlichen Befunde des Bildungsberichtes.

In der anschließenden Fragerunde wurde diskutiert, ob es angemessen sei, die Abgängerinnen und Abgänger der Bildungsgänge Lernen und Geistige Entwicklung zur Zahl der nicht-erfolgreichen Schulabschlüsse zu zählen.

Direkt nachfragen konnte der vds beim Punkt „Fokus auf Personalgewinnung und Personalentwicklung“.  Die Zahlen zur Personalentwicklung an den Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren werden leider nicht extra ausgewiesen, so dass hier keine klaren Prognosen für die Zukunft gegeben werden können. In dem Bericht ist jedoch deutlich ablesbar, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit einem Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot seit 2015 konstant gestiegen ist.